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Künstliche Intelligenz zerstört buchstäblich die Aktienmärkte. Manipulation, Fake News und Volatilität - gewöhnen Sie…

Kurt Muller
25. 5. 2023
4 min read

Künstliche Intelligenz ist eines der heißesten Technologiethemen, in das Investoren derzeit massenhaft investieren. Unternehmen für künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen nehmen riesige Mengen an Kapital auf und ihre Aktien steigen in die Höhe. Doch hinter diesen Anlagemöglichkeiten verbergen sich auch potenzielle Risiken für die Aktienmärkte. Eines davon haben wir am vergangenen Montag gesehen.

Am Montag erreichte uns die Nachricht, dass es im Pentagon eine Explosion gegeben habe, die sich sofort in den sozialen Medien verbreitete. Diese Fehlinformation stammte von einer künstlichen Intelligenz und sorgte für Chaos unter den Nutzern und einen kurzfristigen Ausverkauf am US-Aktienmarkt.

Das gefälschte Foto, auf dem Rauch aus dem Pentagon aufsteigt, wurde von staatlichen Medien und anderen Konten verbreitet, die behaupteten, es habe eine Explosion in dem Komplex gegeben.

Es sah ja auch echt genug aus, nicht wahr?

Es dauerte nicht lange, bis dieses Bild das Internet überflutete. Buchstäblich jeder glaubte dieses gefälschte Foto und teilte es weiter, was einen kleinen Ausverkauf an der Börse auslöste 👇.

Offenbar fielen die US-Aktien kurzzeitig, als sich das Foto verbreitete, erholten sich aber bald wieder, als sich herausstellte, dass es sich um eine Fälschung handelte. Einige Nutzer wiesen darauf hin, dass das gefälschte Pentagon-Foto offensichtliche Anzeichen einer KI-Manipulation aufwies, darunter verzerrte Teile des Zauns.

Die Angst vor Fehlinformationen, die über soziale Medien verbreitet werden, unterstreicht nur die Befürchtungen der Kritiker, dass fortschrittliche KI-Systeme es böswilligen Akteuren auf der ganzen Welt ermöglichen, Fake News zu verbreiten und Chaos im Internet zu verursachen.

In der Vergangenheit wurden Nutzer sozialer Medien durch virale Bilder getäuscht, auf denen Papst Franziskus in einer modischen Balenciaga-Jacke zu sehen war und der ehemalige Präsident Donald Trump bei einer Verhaftung mit der New Yorker Polizei zusammenstieß.

Im März forderten Elon Musk und mehr als 100 Experten ein sechsmonatiges Moratorium für die Entwicklung fortgeschrittener künstlicher Intelligenz, bis strenge Sicherheitsmaßnahmen eingeführt sind. Die Experten warnten vor Risiken wie der Verbreitung von "Propaganda und Lügen", dem Verlust von Arbeitsplätzen, der Entwicklung "unmenschlicher Köpfe, die uns schließlich überlisten, überleben und ersetzen könnten" und sogar dem "Verlust der Kontrolle über unsere Zivilisation".

Dr. Geoffrey Hinton, der als "Pate der künstlichen Intelligenz" bezeichnet wird, war so besorgt über die potenziellen Gefahren der Technologie, dass er letzten Monat Google verließ, um sich frei äußern zu können, ohne seinem ehemaligen Arbeitgeber zu schaden.

Wie könnten die Aktienmärkte betroffen sein?

In erster Linie durch gefälschte Nachrichten, gefälschte Fotos und allgemeine Marktmanipulationen, aber darauf brauchen wir nicht näher einzugehen, das "Pentagon-Bombardement" ist ein Beispiel dafür.

Wo liegt das nächste Problem?

Der FINRA-Studie zufolge zeichnen sich die algorithmischen KI-Händler häufig durch "ultraschnellen" Handel und koordinierte Reaktionen auf Ereignisse aus, was zu einer größeren Volatilität an den Märkten führt. FINRA hat daher Leitlinien für Unternehmen herausgegeben, die automatisierten Handel betreiben, um die Integrität der Märkte zu gewährleisten.

Wenn alle algorithmischen Händler in gleicher Weise auf Wirtschaftsnachrichten reagieren, können die Marktpreise stark schwanken. Dies könnte zu "Flash Crashes" führen, bei denen die Märkte plötzlich einbrechen und sich bald wieder erholen.

Experten weisen darauf hin, dass es sich bei den komplexen KI-Systemen, die für den Handel eingesetzt werden, oft um "Black Boxes" handelt, deren Verhalten möglicherweise nicht vollständig verstanden oder vorhersehbar ist. Dies birgt die Gefahr, dass diese Systeme die Märkte manipulieren oder andere unbeabsichtigte Folgen haben könnten.

Regulierungsbehörden und Experten fordern daher mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht bei KI-Systemen, die für den automatisierten Handel eingesetzt werden. Ein besseres Verständnis und eine bessere Aufsicht über diese Algorithmen könnten dazu beitragen, potenzielle Risiken für die Finanzstabilität zu mindern.

Schließlich die Konzentration auf kurzfristige Gewinne: Einige argumentieren, dass der Trend zu KI-Fonds die Vermögensverwalter dazu verleitet, kurzfristig zu denken. Dies kann die Aufmerksamkeit von der Gesundheit der Unternehmen und einem nachhaltigen Wachstum ablenken, was den Aktienmärkten langfristig schadet.

  • Wie sehen Sie das? Sind Sie besorgt über die Zukunft der Aktienmärkte?

Bitte beachten Sie, dass dies keine Finanzberatung ist.


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