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Die Anleger an der Wall Street befürchten eine Rezession, die die Aktienmärkte in die Knie zwingen wird. Warum?

Olaf Gunzhalter
15. 4. 2023
4 min read

Auch wenn die Märkte auf den Charts so aussehen, als ob nichts passiert, ist doch nicht alles rosig. Viele Anleger sind besorgt über die mögliche Rezession, in die wir geraten könnten. Warum sind sie so besorgt?

Die US-Aktienmärkte haben ihren Aufwärtstrend im ersten Quartal des Jahres trotz der Turbulenzen im Bankensektor beibehalten. Obwohl die Performance beeindruckend ist, äußern einige Anleger die Befürchtung, dass die Aktien durch den jüngsten Zusammenbruch der Silicon Valley Bank anfällig für einen Wirtschaftsabschwung sein könnten. Im folgenden Artikel gehen wir auf wichtige Faktoren und Zusammenhänge ein, die darauf hindeuten, dass sich die Anleger auf einen potenziell steileren Abwärtspfad einstellen sollten.

Eines der meistdiskutierten Themen sind die Aktienbewertungen. Im historischen Vergleich sind die Aktien derzeit sehr hoch bewertet, was im Falle einer Rezession zu einem weiteren Rückgang der Erträge führen könnte. Auch die Turbulenzen im Bankensektor geben Anlass zur Sorge über eine mögliche Rezession und deren Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Laut Hans Olsen, Chief Investment Officer bei Fiduciary Trust Co, sind Aktien definitiv nicht für ein Rezessionsszenario eingepreist.

Die Antwort lautet eindeutig nein, der Markt ist überhaupt nicht für eine Rezession eingepreist. Für Aktien bedeutet dies, dass wir in den kommenden Quartalen einige böse Überraschungen erleben könnten.

Die Gewinnschätzungen für die kommenden Quartale sind nicht vielversprechend und könnten im Falle einer Rezession sogar noch weiter sinken. Die historisch hohen Aktienbewertungen deuten darauf hin, dass sich die Anleger im Falle einer Rezession auf noch stärkere Einbrüche einstellen sollten. In diesem Zusammenhang ist auch der Ausblick der Zentralbank zu sehen, die davon ausgeht, dass die Kreditkosten bis zum Jahresende auf dem derzeitigen Niveau bleiben werden. Die Anleger an den Terminmärkten erwarten jedoch, dass die Zinsen in der zweiten Jahreshälfte sinken werden.

Sobald sich der Markt über den Zeitpunkt dieser Zinssenkungen im Klaren ist, wird es ungeachtet der Rezession meiner Meinung nach nicht mehr viel Abwärtsbewegung bei den Aktien geben.

Ein Faktor, der die Reaktion der Märkte auf den wirtschaftlichen Abschwung bestimmen wird, ist die Stärke des Arbeitsmarktes. In der Vergangenheit konnten sich die Aktienmärkte schneller erholen, wenn der Arbeitsmarkt stark war. Die aktuelle Situation ist jedoch weniger sicher, da sich der Arbeitsmarkt noch immer von der Pandemie und anderen globalen Ereignissen, die die Wirtschaft beeinträchtigt haben, erholen muss.

Was die Aktienmärkte anbelangt, so sollten die Anleger auf mögliche Hindernisse achten und ihre Anlagestrategien anpassen, um die Auswirkungen einer möglichen Rezession auf ihre Portfolios zu minimieren. Dazu gehört, dass sie ihre Anlagen diversifizieren, die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt beobachten und die Verhandlungen der Zentralbanken sowie andere Wirtschaftsindikatoren genau im Auge behalten.

Eine Diversifizierung der Anlagen ist unerlässlich, um die Portfolios vor Marktschwankungen zu schützen. Die Anleger sollten ihre Anlagen über Sektoren, Regionen und Anlageklassen hinweg diversifizieren, um das Risiko eines Wertverlusts ihrer Portfolios während einer Rezession zu verringern. Dies kann Investitionen in Aktien, Anleihen, Immobilien und alternative Anlagen wie Rohstoffe oder Kryptowährungen umfassen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die US-Aktienmärkte im ersten Quartal trotz der Turbulenzen im Bankensektor solide Gewinne verzeichneten. Obwohl die Performance beeindruckend war, sollten Anleger vorsichtig sein und sich auf einen potenziell steileren Abwärtstrend einstellen. Es ist wichtig, die Wirtschaftsindikatoren zu beobachten, die Anlagen zu erweitern und zu diversifizieren und die Entscheidungen der Zentralbanken genau zu verfolgen. Auf diese Weise können Anleger die Auswirkungen einer Rezession auf ihre Portfolios minimieren und in unsicheren Zeiten erfolgreich bleiben.

WARNUNG: Ich bin kein Finanzberater, und dieses Material stellt keine Finanz- oder Anlageempfehlung dar. Der Inhalt dieses Materials hat rein informativen Charakter.


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