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Nach Ansicht von Jeremy Siegel übersieht die Fed einen entscheidenden Punkt. Welcher ist das? Und was könnte er für die…

Didi Hintzen
24. 4. 2023
5 min read

Die Fed kämpft weiterhin unerbittlich gegen eine hohe Inflation und hat in letzter Zeit deutlich gemacht, dass dies unter allen Umständen ihre oberste Priorität ist. Doch Jeremy Siegel zufolge übersieht die Fed eine wichtige Sache.

Hohe Zinsen, eine Verschärfung der Kreditkonditionen und ein Abschwung der Wirtschaftstätigkeit - das sind die Hauptprobleme, die den US-Aktien in den nächsten sechs Monaten drohen könnten, warnt Wharton-Professor Jeremy Siegel. Grund dafür ist die Politik der US-Zentralbank, die trotz der Turbulenzen im Bankensektor die Zinssätze weiter anhebt.

Wer ist Jeremy Siegel?

Jeremy Siegel ist ein amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, Professor für Finanzen an der Wharton School der Universität von Pennsylvania und Autor mehrerer Bücher über Investitionen. Er wurde 1946 geboren und erwarb seinen Doktortitel in Wirtschaftswissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Siegel wird oft als "Börsenguru" bezeichnet und ist für seine Theorien über langfristige Investitionen bekannt.

Siegel ist der Autor von "Stocks for the Long Run", das 1994 zum ersten Mal veröffentlicht wurde und eines der wichtigsten Bücher über Investitionen an der Börse ist. In diesem Buch argumentiert Siegel, dass Aktien die beste langfristige Anlage sind, die die Inflation übertrifft und höhere Renditen als andere Anlageformen wie Anleihen oder Rohstoffe bietet.

Professor Siegel äußert sich auch häufig in den Medien zu Wirtschafts- und Finanzthemen. Seine Analysen und Meinungen zu Marktentwicklungen und Investitionen werden von Anlegern und Wirtschaftsanalysten gleichermaßen respektiert und verfolgt.

Was beunruhigt Siegel?

Nach Ansicht von Professor Siegel hat es die Fed versäumt, strengere Kreditvergabestandards und eine geringere Kreditaufnahme zu übersehen. Das Bankensystem und der Rückgang der Kreditvergabe deuten auf einen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit hin. Ein Beispiel für die Auswirkungen der strengeren Kreditbedingungen ist der Zusammenbruch der Silicon Valley Bank, der bereits für die amerikanischen Verbraucher spürbar ist.

Was mit dem Bankensystem geschehen ist und was ich in den Daten über den Rückgang der Kreditvergabe sehe, deutet auf einen viel stärkeren Rückgang der Wirtschaftstätigkeit hin.

Infolgedessen könnten die Zeiten für die Wirtschaft aufgrund höherer Kreditkosten, eines schlechteren Zugangs zu Krediten und eines möglichen Anstiegs der Arbeitslosigkeit schwierig werden. Siegel ist pessimistisch, was die US-Aktien und die Wirtschaft angeht, weil die Fed trotz der Turbulenzen im Bankensektor eine Zinserhöhung plant.

https://www.youtube.com/watch?v=9TDjMlzoFjw

Ich glaube, die Fed hat schon zu viel getan... Ihr Kurs ist zu hoch gewesen.

Professor Siegel glaubt, dass die Fed die Zinsen zu stark anhebt. Jede weitere Zinserhöhung durch die Fed könnte für US-Aktien schmerzhaft sein und die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA erhöhen. In den letzten 12 Monaten hat die Fed die Leitzinsen von nahezu Null auf 4,75 % angehoben.

Händler gehen davon aus, dass die Fed auf ihrer Mai-Sitzung eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte vornehmen und im Juli mit Zinssenkungen beginnen wird. Professor Siegel vertritt jedoch eine andere Auffassung. Er ist der Meinung, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr weniger stark senken sollte, als die Futures signalisieren, sobald die Entscheidungsträger eine Verlangsamung der Inflation und der Wirtschaftstätigkeit feststellen.

Auch wenn es in den nächsten drei bis sechs Monaten schwierig werden könnte, bin ich kein Verkäufer, es sei denn, man ist sehr taktisch und sehr kurzfristig orientiert.

Die kommenden sechs Monate werden für die US-Wirtschaft also eine Herausforderung sein, so Siegel. Die Anleger sollten auf mögliche Probleme vorbereitet sein und die Marktentwicklung genau beobachten. Schwierige Zeiten für die US-Wirtschaft und Aktien könnten auch Herausforderungen für die globalen Märkte bedeuten, da die USA immer noch die größte Volkswirtschaft der Welt sind.

Einige Analysten glauben, dass weitere Zinserhöhungen zu einer steigenden Inflation und einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führen könnten. Steigende Zinsen könnten die Kreditkosten für Unternehmen und Verbraucher erhöhen, was zu einem geringeren Verbrauch und damit zu einem Rückgang der Wirtschaftstätigkeit führen könnte. Diese Verlangsamung könnte sich negativ auf die Unternehmensgewinne auswirken, was sich in einem Rückgang der Aktienkurse niederschlagen könnte.

Schlussfolgerung

Die Prognosen von Professor Siegel können für einige Anleger und Wirtschaftsanalysten ein wichtiges Signal sein. Es ist wichtig, vorsichtig zu sein und die weitere Entwicklung zu beobachten. Die Anleger sollten darauf vorbereitet sein, dass die US-Aktien in den kommenden Monaten mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben werden und dass sich die Wirtschaft abschwächen könnte.

Ansonsten sieht Jeremy Siegel dies als kurzfristige Probleme an. In dem Interview gab er zu, dass er die langfristige Entwicklung von Aktien nach wie vor optimistisch einschätzt. Sollte sich Siegels Szenario bewahrheiten, könnten sich also weitere interessante Möglichkeiten für Anleger ergeben.

WARNUNG: Ich bin kein Finanzberater, und dieses Material dient nicht als Finanz- oder Anlageempfehlung. Der Inhalt dieses Materials ist rein informativ.


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